Die sparsamsten Haushaltsgeräte 2011/12

Kühl- und Gefriergeräte, Wasch- und Spülmaschinen sowie Waschtrockner und Wäschetrockner sind Anschaffungen für viele Jahre. Neben guter Leistung sollen sie vor allem zuverlässigsein und eine lange Lebensdauer haben. Außerdem sollen sie sparsam sein. Ein niedriger Stromoder Wasserverbrauch verursacht weniger Betriebskostenund entlastet die Umwelt. Bei vielen Geräten sind die Betriebskosten in ihrer Lebensdauer deutlich höher als ihr Kaufpreis. Besonders sparsame Geräte sparen deshalb im Laufe der Jahre wesentlich mehr an Strom- und Wasserkosten ein, als sie bei der Anschaffung teurer sind. In Deutschland werden im Herbst 2011 im Handel etwa 2300 verschiedene Kühl- und Gefriergeräte, 500 Waschmaschinen, 1100 Spülmaschinen, 240 Wäschetrockner und 60 Waschtrockner angeboten. Darunter gibt es einige besonders sparsame Modelle, viele mit mittleren und auch noch eine gewisse Menge mit sehr hohem Strom- und Wasserverbrauch. Die Verbrauchsunterschiede erscheinen oft nur als „Stellen hinter dem Komma“. Man sollte sich aber nicht täuschen lassen:

Hinter diesem Link finden Sie ein Faltblatt in Form einer PDF Datei. In diesem Faltblatt sind besonders sparsame Modelle üblicher Bauarten und Größenklassen zusammengestellt. Es soll als Orientierung dienen, wenn man auf niedrigen Strom- und Wasserverbrauch achten will. Seine Angaben basieren auf Marktdaten von Oktober 2011. Falls Sie diese Broschüre erst wesentlich später lesen oder wenn Sie die von Ihnen gewünschten Informationen hier nicht finden, schauen Sie im Internet auf www.spargeraete.de. In dieser Online-Datenbank finden Sie das gesamte deutsche Lieferangebot auf dem jeweils aktuellsten Stand, der den Verfassern dieser Broschüre bekannt ist. Quelle: ASUE

Erstellt am: 18.11.2011 um 12:42 Uhr - Kategorie(n): Strom sparen



Das Ende einer Märchenstunde: Billiger Heizen mit Nachtstrom

Es war einmal in den siebziger Jahren, da galten Nachtstromheizungen als zukunftsweisend, da sie den aus (heimischer) Kohle gewonnenen (vermeintlich) "sauberen" Heizstrom nutzten, um für eine warme Wohnung zu sorgen. Diesem Märchen sind leider viele aufgesessen und rund 1,5 Millionen Wohnungen wurden mit Elektro(speicher)heizungen ausgerüstet. Die märchenhaften Verheißungen, dass Heizstrom besonders billig und umweltfreundlich sei, sind immer ein Märchen geblieben. Selbst im Jahr 2008, als das Heizöl zu Spitzenpreisen gehandelt wurde, war die Stromheizung die für Endverbraucher teuerste Art der Brennstoffversorgung. Das mit Abstand häufigste Anwendungsgebiet von Nachtstrom sind (Lüftungs-) Speicherheizgeräte. Diese speichern die aus Heizstrom gewonnene Wärme und geben sie über den Tag verteilt wieder ab. Leider ist es sehr uneffizient , da die Elektroheizung kann wegen der hohen Umwandlungsverluste in den Kraftwerken nur etwa 33 Prozent der dort eingesetzten (Primär-)Energie in Form von Raumwärme nutzen. Moderne Öl- oder Gasheizungen kommen dagegen auf über 70 Prozent, bei Brennwertnutzung sogar auf über 80 Prozent.  Also ist Heizen mit Strom denn tatsächlich umweltfreundlicher als das Heizen mit anderen Heizungen? Nein. Betrachtet man den gesamten Weg von der Energiegewinnung bis zur warmen Wohnung, so übertrifft die Elektroheizung moderne Gas- oder Ölheizungen beim Ausstoß von klimaschädlichen CO2 (bzw. CO2—Äquivalenten) und Schadstoffen wie zum Beispiel Schwefeldioxid, Stickoxiden und Staub fast durchweg um das Zwei- bis Dreifache. Geräte, die vor 1984 hergestellt worden sind, können außerdem für die Gesundheit schädliche Asbestfasern enthalten. Sind solche Modelle immer noch in Gebrauch, sollten sie möglichst umgehend fachgerecht ausgetauscht und entsorgt werden.
Manche Stromversorger rechtfertigen Nachtstromspeicherheizungen mit dem Argument, sie seien die ideale Ergänzung zu erneuerbaren Energieträgern (und müssten mithin erhalten bleiben). Zudem benötige der weitere Ausbau erneuerbarer Energieträger Speicherkapazität; eine Elektrospeicherheizung stelle bereits ein solches Speichersystem dar.
Dazu ist zu sagen, dass der Austausch des Energieträgers das Heizen mit Strom nicht effizienter macht. Auch erneuerbare Energieträger sind ein Eingriff in die Natur, und ihr Einsatz sollte daher nicht zum Zwecke der Energieverschwendung an anderer Stelle erfolgen. Wenn Strom aus erneuerbaren Energien gespeichert werden soll, ist es unverzichtbar, auch die Speicher nach Effizienzmaßstäben auszuwählen. So könnten beispielsweise Druckluft- sowie Kälte- oder Langzeit-Wärmespeicher eine bessere Lösung darstellen. Weitere Möglichkeit: Künftig könnten Autos mit Elektroantrieb dank des gespeicherten Stroms rollen.

Erstellt am: 17.11.2011 um 10:59 Uhr - Kategorie(n): Strom sparen



Neue Regeln beim Lieferantenwechsel für Strom und Gas

Neuen Regeln für den Wechsel des Strom- und Gasanbieters wurden von der Bundesnetzagentur festgelegt. Mit diesen neuen Regeln kann der Verbraucher noch schneller und einfacher seinen Energielieferanten austauschen. Durch die  aktuelle Entscheidung wird der Lieferantenwechselprozess an neue gesetzliche Vorgaben angepasst, in den wesentlichen Abläufen verschlankt und für Strom und Gas weitestgehend vereinheitlicht.
"Die wichtigste Neuerung für den Verbraucher ist die Beschleunigung des Lieferantenwechsels", sagte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. "Dieser darf künftig höchstens drei Wochen dauern. Maßgeblich für diese Frist ist dabei die Anmeldung des Wechsels beim Netzbetreiber, für die der neue Lieferant verantwortlich ist. Damit hat dieser alle Möglichkeiten, den Wechsel zügig durchzuführen. Außerdem kann der Liefervertrag und damit die Versorgung des Kunden durch den neuen Anbieter nunmehr an jedem beliebigen Werktag beginnen. Die neuen Prozesse ermöglichen also ein Höchstmaß an Flexibilität."
In den bisher geltenden Regelungen zum Anbieterwechsel gab es demgegenüber starre Fristen. So musste dem Netzbetreiber die neue Liefersituation mit einem Vorlauf von mindestens einem Monat angezeigt werden. Zudem konnte die Belieferung nur zum Ersten eines Kalendermonats aufgenommen werden.
"Bei der Neugestaltung der Wechselprozesse sind, neben umfangreichen Stellungnahmen von Verbänden und Unternehmen, auch die Erfahrungen der Verbraucher beim Wechsel des Strom- bzw. Gaslieferanten eingeflossen", erläuterte Kurth. "In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Verzögerungen. So wurde der Lieferantenwechsel blockiert, wenn der bisherige Lieferant, zum Beispiel wegen Problemen in seiner Datenverarbeitung, die für ihn geltenden Fristen beim Wechselprozess nicht einhielt. Nach den neuen Regeln für den Strom- und Gasanbieterwechsel ist dies künftig nicht mehr möglich, der Wechselprozess muss fristgerecht durchgeführt werden. Der Verbraucher erhält somit eine klare und verlässliche Grundlage für die Durchführung seines Anbieterwechsels."
Um einen hinreichenden Vorlauf für die Einführung der erforderlichen IT-Prozesse zu gewährleisten, wurde den Netzbetreibern und Energielieferanten eine Umsetzungsfrist bis zum 1. April 2012 gewährt. "Ich appelliere an alle Verbraucher, die dann wirksame Erleichterung und Beschleunigung des Lieferantenwechsels zu nutzen und von der Möglichkeit der freien Wahl des Strom- und Gasanbieters noch stärker Gebrauch zu machen. Dies kann den Wettbewerb um Kunden weiter beleben und energiepreisdämpfend wirken", so Kurth abschließend.

Erstellt am: 07.11.2011 um 12:28 Uhr - Kategorie(n): Allgemein



Erst prüfen, dann buchen: Ökostrom

Die Atomkatastrophe von Fukushima lässt viele deutsche Verbraucher umdenken: Umweltfreundliche Stromangebote sind gefragter denn je. Immer mehr Haushalte vollziehen die Umstellung auf "grünen“ Ökostrom, was einzelnen Stromanbietern zeitweise Neukundenzuwächse von bis zu 700 Prozent bescherte. Ökostrom wird aus erneuerbaren Energien erzeugt und kommt ohne Atomkraft aus – so zumindest das Versprechen vieler Stromanbieter. Energieexperte Jürgen Reinhardt von TÜV Rheinland: „Für den Verbraucher ist nicht immer ersichtlich, ob der vermeintliche Ökostrom auch wirklich so sauber ist, wie er vorgibt:“ Immer wieder komme es zu einer „Vergrünung von Graustrom“. Das heißt, ein Energieversorger kann Ökostrom anbieten, obwohl er selbst gar keinen produziert. So genannte Renewable Energy Certificate System-Zertifikate machen es möglich. „Solche Zertifikate stehen im Grunde für die grüne Eigenschaft von Ökostrom und die ist käuflich", weiß Jürgen Reinhardt. „Manche Ökostromanbieter kaufen Zertifikate von tatsächlichen Ökostromproduzenten und etikettieren einen Teil ihres Strommixes damit um – ganz legal.“

Diese „einfache“ Ökostromvariante hat aus Sicht von TÜV Rheinland durchaus seine Berechtigung – solange dieses Verfahren gegenüber dem Verbraucher transparent dargestellt wird. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, achtet bei der Wahl des Ökostroms darauf, dass das Stromangebot zertifiziert ist. Jürgen Reinhardt und seine Kollegen prüfen Ökostromprodukte nach bestimmten Richtlinien. Die Ergebnisse der Zertifizierung und das Ökostromangebot selbst werden mit dem Label TUVdotCom dokumentiert. Dieses Prüfzeichen garantiert, dass die vom Anbieter zugesicherten Eigenschaften eingehalten werden. „Damit dokumentieren wir, aus welcher Quelle der Strom stammt und in welchem Umfang der Ökostromanbieter in den Neubau regenerativer Anlagen investiert“, erklärt der Fachmann.              Quelle: TÜV Rheinland

Erstellt am: 03.11.2011 um 9:30 Uhr - Kategorie(n): Strom sparen



Energiebranche fordert Ende der Zeitumstellung

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) fordert, die Zeitumstellung abzuschaffen. "Seit Jahren kann die Energiewirtschaft kaum eine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen. Eines der wichtigsten Argumente für die Einführung der Sommerzeit war, das Tageslicht besser zu nutzen, um Energie zu sparen. Dieses Argument hat sich aber als nicht stichhaltig erwiesen", sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.                                                            Nach Angaben des BDEW wird zwar an hellen Sommerabenden weniger Strom für Licht verbraucht, dafür aber mehr Strom bei der abendlichen Freizeitgestaltung – zum Beispiel durch erhöhten Fernsehkonsum – benötigt. Dadurch könne sogar insgesamt mehr Energie verbraucht werden, da der Anteil des Lichts am Stromverbrauch der rund 40 Millionen deutschen Haushalte durchschnittlich nur rund acht Prozent ausmache. Durch den flächendeckenden Einsatz von Energiesparlampen sinkt laut BDEW der ohnehin geringe Lichtspareffekt weiter.
"Abends das Licht etwas später anzumachen, hat keinerlei positive Effekte. Es gibt modernere Instrumente, um Energie einzusparen", sagte Müller. So dürften stattdessen die erheblichen CO2-Senkungspotenziale im Wärmemarkt und die Energiesparmöglichkeiten im Gebäudebestand nicht weiter ignoriert werden. "Die Bundesregierung will in diesem Bereich immerhin fast die Hälfte der angestrebten Reduzierung der CO2-Emissionen bis 2020 erreichen. Das sind Schlüsselelemente für nachhaltigen Klimaschutz", fügte Müller hinzu.
Darüber hinaus haben im Gegensatz zur Zeitumstellung moderne Haushaltsgeräte und ihr effizienter Einsatz ein erhebliches Sparpotenzial. Fast alle Energieunternehmen bieten inzwischen als Service Energieberatungsstellen an. Diese Energieberatung umfasse auch Informationen über Förderprogramme und Investitionszuschüsse beispielsweise zur Heizungs- und Wohnungsmodernisierung.  Quelle: BDEW

Erstellt am: 28.10.2011 um 11:04 Uhr - Kategorie(n): Allgemein



Ca. 4% Strompreiserhöhung in 2012 ?

Laut dem Verbraucherportal Verivox ist 2012 mit einer Strompreiserhöhung von ca. 4% im Durchschnitt zu rechen. Das heißt ein Haushalt mit ca. 4000 kWh wird ca. 35 Euro im Jahr an Mehrkosten haben.

Der Preisanstieg ist einem Anstieg der EEG-Umlage zu verdanken, da die Übertragungsnetzbetreiber bekannt gegeben haben, dass die EEG-Umlage von 3,53 Cent/kWh im Jahr 2011 auf 3,592 Cent/kWh im Jahr 2012 steigt. Der Verivox-Verbraucherpreisindex Strom liegt im November 2011 für einen Verbrauch von 4.000 kWh bei einem Bruttopreis von 974 Euro. Durch die erhöhte EEG-Umlage und die Doppelbesteuerung (Mehrwertsteuer) steigt dieser Durchschnittspreis auf 977 Euro, was einer jährlichen Mehrbelastung von 3 Euro entspricht. Um die Entwicklung der Großhandelspreise für Strom zu ermitteln, wurde der volumengewichtete Jahresdurchschnitt aller für 2011 und 2012 gehandelten Terminkontrakte an der Strombörse EEX in Leipzig verglichen. Im Ergebnis haben sich die Strompreise für das Jahr 2012 um rund 3 Euro pro Megawattstunde erhöht. Für die Endverbraucherpreise bedeutet dies bei einer direkten Weitergabe eine Preissteigerung von 1,5 Prozent oder 15 Euro pro Jahr.Ein weiterer Preisfaktor sind die Netznutzungsentgelte, deren Entwicklung derzeit noch nicht abschließend abgeschätzt werden kann. Die Netzbetreiber sind zwar dazu angehalten, die Entgelte für das Jahr 2012 bereits jetzt zu veröffentlichen, in vielen Fällen handelt es sich jedoch um vorläufige Werte, die sich zum Jahreswechsel noch einmal ändern können.Die 11 größten Netzbetreiber haben derzeit Erhöhungen der Netznutzungsentgelte von durchschnittlich 6,5 Prozent angekündigt. Wird dieser Trend auch von den anderen Netzbetreibern aufgenommen, erhöht sich der Endpreis für die Verbraucher um weitere 2 Prozent, was einer jährlichen Mehrbelastung von rund 17 Euro entspricht. Die Entwicklung der EEG-Umlage, der Großhandelspreise und der Netznutzungsentgelte deutet darauf hin, dass viele Verbraucher zum Jahreswechsel mit Preiserhöhungen rechnen müssen“, sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox. „Wie hoch diese genau ausfallen werden, lässt sich aufgrund der noch unklaren Lage bei den Netzentgelten und der individuellen Preispolitik der einzelnen Versorger noch nicht abschätzen. Im Durchschnitt rechnen wir jedoch mit einer Steigerung von rund 4 Prozent. Die Strompreise für private Verbraucher in Deutschland steigen damit im zwölften Jahr in Folge“, so Reese.   Quelle Verivox

Erstellt am: 21.10.2011 um 11:40 Uhr - Kategorie(n): Strom sparen



Vorsicht vor teuren Elektroheizungen ist angeraten

„Kostengünstig und einfach zu installieren“ – mit solchen verlockenden Versprechungen versucht man, elektrisch betriebene Direktheizungen als Alternative zu Nachtstromspeicherheizungen “an den Mann zu bringen”. „Was Prospekte und Vertreter als ,Clou’ der Heizungstechnik anpreisen, verschleiert jedoch, dass mit dem Einstecken der schmalen Heizkörper in die Steckdose in der Regel ein teurer Tarifwechsel von Nacht- auf Tagesstrom verbunden ist“, warnt die Verbraucherzentrale NRW vor einem vorschnellen Kauf, der die jährlichen Stromkosten leicht verdoppeln kann.
Für eine umwelt- und geldbeutelschonende Energieversorgung heizt die Verbraucherzentrale NRW mit folgenden Tipps ein:
Kostenvergleich: Welche Heizungstechnik beim Ausstieg aus dem „Nachtspeicher“ erste Wahl ist, kann nur durch einen Vergleich aller Kosten ermittelt werden. Dabei müssen die Anschaffungskosten, aber auch die Kosten für Wartung, Reparaturen und Pflege sowie die Verbrauchskosten auf der Rechnung stehen. Der bauliche Zustand des Gebäudes sowie hierdurch bedingte Wärmeverluste sind unverzichtbare Größen, um den künftigen Energieverbrauch und damit verbundene Kosten zu beziffern. Willkürlich angesetzte Betriebszeiten elektrischer Heizgeräte liefern hierfür keine verlässlichen Anhaltspunkte!
Öl- und Gasheizungsanlagen: Sie können bei einem Vollkostenvergleich günstiger abschneiden als elektrische Direktheizungen, die auch als Strahlungs- oder Infrarotheizung bezeichnet werden. Da eine Direktheizung in der Regel mit teurem Tagesstrom läuft, arbeitet sie zudem weniger wirtschaftlich als eine Nachtspeicherheizung. Die Nutzung einer solchen Anlage macht deshalb – wenn überhaupt – nur Sinn in gelegentlich zu beheizenden Räumen wie etwa Gartenhäusern.
Nichtiges Verkaufsargument: Mit dem Argument, die Bundesregierung habe den Betrieb von Nachtspeicherheizungen verboten, drängen einige Vertreter zum schnellen Kauf einer Direktheizung. Oft verschweigen die Anbieter, dass die Verordnung erst ab dem Jahr 2019 greift. Außerdem sind bisher nur Geräte betroffen, die vor dem 1. Januar 1990 in Betrieb genommen sind und in Gebäuden mit mehr als fünf Wohneinheiten ihre Arbeit verrichten. Wer eine alte Nachtspeicherheizung durch eine moderne Heizungsanlage ersetzen will, hat also noch genug Zeit, Alternativen zu prüfen. Generell ist es ratsam, auf eine Vertragsunterzeichnung an der Haustür zu verzichten.
Widerrufsrecht: Wer den Versprechungen der Anbieter an der Türschwelle aufgesessen ist, kann den Kaufvertrag über eine Direktheizung eventuell widerrufen: Dazu hat der Kunde bei Haustürgeschäften zwei Wochen Zeit. Wurde er über diese Möglichkeit im Vertrag gar nicht erst belehrt, kann der Käufer auch unbegrenzt widerrufen.  Quelle: Energie-Info

Erstellt am: 10.10.2011 um 14:17 Uhr - Kategorie(n): Allgemein



Auch Eis kann Wärme erzeugen

Erdwärmepumpen sind bekannt. Luftwärmepumpen auch. Aber es gibt eine weitere Möglichkeit, kostengünstig an Wärme zu kommen. Mit einem Wassertank in der Erde, dessen Energiepotential bis zur Eisbildung genutzt wird.
Die Firma OERTLI hat ihr Lieferprogramm um eine Gas-Brennwert-Absorptionswärmepumpe zur Innenaufstellung GAWP 40 SW (Sole/Wasser) ergänzt. Der regenerative Energieanteil kann entweder über Erdsonden oder über einen Solar-Eis Speicher gewonnen werden.
Drei Erdsonden mit 80 bis 100 m Länge sind in der Praxis ausreichend, das ist nur die Hälfte die üblicherweise bei Elektrowärmepumpen gleicher Leistung benötigt wird. Anstatt die Energie aus dem Erdreich über Erdsonden zu gewinnen, kann die Sole/Wasser Gasabsorptionswärmepumpe die Energie einem Solar Eisspeicher entziehen.
Ohne jedes technische Risiko attraktiv im Preis wird ein Wassertank von z.B. 34 m³ Inhalt im Erdreich eingebracht. Die Gas-Absorptionswärmepumpe entzieht diesem Wärmespeicher Energie bis zur Eisbildung, und nutzt somit die zusätzliche, im Wasser enthaltene, Kristallisationswärme. Der Wassertank erwärmt sich andauern neu durch die umgebene 7-15° C Erdwärme sowie über Solar-Luftkollektoren auf dem Dach. Am Ende der Heizperiode kann die im Wasserspeicher vorhandene Kälte auch zur Kühlung in der warmen Jahreszeit verwendet werden.
Sonne, Luft, Erdwärme, Wasser und Eis erzeugen in einem innovativen Systemkreislauf mit der Gasabsorptionswärmepumpe Wärme zum Heizen und für die Warmwasserversorgung und sorgen darüber hinaus für Kühleffekte im Sommer. Von einem SolarEis Speicher gehen keine Gefahren fürs Grundwasser aus, er kann sogar in Grundwasserschutzgebieten eingesetzt werden.

Die Gas-Absorptionswärmepumpe ist die logische Ergänzung zum breiten Sortiment der Firma OERTLI um CO2 Emissionen bzw. Energiekosten zu senken. Die GAWP arbeitet mit einem sogenannten Thermoverdichter, der das Kältemittel mittels der Wärmeenergie eines integrierten Gas-Brennwertgerätes auf ein hohes Druck- und Temperaturniveau bringt. Dementsprechend ist für den elektrischen Anschluss auch kein Kraftstrom notwendig. Ein 230-V Anschluss ist ausreichend. Die GAWP 35 LW nutzt als Wärmequelle die Luft und ist für die Aufstellung im Außenbereich konzipiert. Die GAWP 40 SW nutzt die Wärme aus Erdsonden bzw. Erdkollektoren und ist für die Aufstellung im Innenbereich konzipiert. Das Kältemittel ist in Wasser gelöster Ammoniak.
Anwendungsfälle finden sich in Bauvorhaben, bei denen die Gas-Absorptionswärmepumpe lange Betriebsstunden fahren kann. Hierzu wird die Wärmepumpe zur Deckung der Grundlast eingesetzt. Ein bzw. mehrere Gas-Brennwertgeräte (GMR 5000 bzw. GSR 230) übernehmen die Spitzenlast. Vorstellbare Einsatzfälle wären im Bereich Neubau oder in der Sanierung:
– Betriebsgebäude
– Mehrfamilienhaushalte
– Hotels
– Schwimmbäder
– Krankenhäuser
Elektrische- und Hydraulische Anbindungsvorschläge finden sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik "Anlagentechnik".

  • regenerative Energietechnik
  • langlebig
  • Warmwasserbereitung bis 65°C
  • Senkung der CO2 Emissionen um bis zu 50% gegenüber konventioneller Gas-Brennwerttechnik

Erstellt am: 07.10.2011 um 10:14 Uhr - Kategorie(n): Allgemein



Sonnenheizung: 10 Tipps, wie Sie eine gute Beratung erkennen

Eine solarthermische Heizungsmodernisierung spart bis zu 50 Prozent der Heizkosten / Es lohnt, in eine qualifizierte Beratung zu investieren / Sonnenbahn-Analyse, Förderberatung, Kosten – darauf müssen Sie achten

In Privathaushalten gehen 80 Prozent des Energieverbrauchs für Heizung und Warmwasser drauf. Hausbesitzer, die klug vorsorgen wollen, setzen deshalb auf eine Sonnenheizung. In Kombination mit einem modernen Heizkessel kann der Heizkostenverbrauch so um bis zu 50 Prozent gesenkt werden; die Anschaffungskosten für eine Solarwärme-Anlage liegen bei rund 12.000 Euro inklusive Montage. Damit die Rechnung auch wirklich aufgeht, rät der Bundesverband Solarwirtschaft e.V., in eine unabhängige und qualifizierte Beratung zu investieren. Mit diesen zehn Experten-Tipps sind Sie gut beraten:

1. „Ein guter Berater schaut sich nicht nur das Dach an, er geht durchs ganze Haus“, sagt Timo Leukefeld, BSW-Solar-Experte für Solarthermie und Honorarprofessor an der Berufsakademie Sachsen. Er überlegt, wie man den vorhandenen Heizkessel einbinden kann und bespricht, wie die Rohre in den Keller geführt werden können, misst Türstockbreite und Deckenhöhe, um zu prüfen, welcher Speicher hindurch passt und aufgerichtet werden kann. Er erkundigt sich nach der Anzahl der Personen, die im Haushalt leben, nach dem Jahresverbrauch an Gas und Öl, dem Dämmstandard des Hauses. „Nur so kann ein Solarthermie-Experte seriös beraten und kalkulieren“, betont Leukefeld.

2. Der wirkliche Fachmann bringt Spezialtechnik mit. Dazu gehört ein Gerät, mit dessen Hilfe die Dachneigung ausgemessen wird. „Die Schräge sollte mindestens 30 Grad betragen, ideal sind 45 Grad oder mehr“, so Leukefeld. Moderate Abweichungen können mit etwas mehr oder weniger Kollektorfläche ausgeglichen werden. Mit Hilfe einer geeigneten Aufständerung können Solaranlagen aber auch auf Flachdächern installiert werden.

3. Der Berater packt einen Sonnenbahn-Analysator aus? Ein gutes Zeichen! Mit diesem Gerät kann der Fachmann Horizontfläche, Bäume und Häuser erkennen. Und beurteilen, ob der geplante Standort für die Kollektorfläche gar nicht, leicht oder stark verschattet ist. „Eine leichte Verschattung kann der Hausbesitzer problemlos durch etwas mehr Kollektorfläche kompensieren“, erklärt Diplom-Ingenieur Leukefeld.

4. Ein seriöses Angebot beziffert, wie viel Prozent Gas oder Öl im Jahr durch die Sonnenheizung eingespart werden können. Es listet alle anfallenden Kosten im Detail auf – also auch Ausgaben für Gerüstmontage, Dachabdeckung, Material und Umbauten. Solarwärme-Experte Timo Leukefeld: „Ein gutes Angebot sollte für den Kunden leicht nachvollziehbar und vergleichbar sein.“

5) Ein qualifizierter Berater macht Angaben über aktuelle Fördersummen. Auf Wunsch gibt er auch Hinweise zu Finanzierungsmöglichkeiten und hilft bei der Antragstellung.

6. Eher Vorsicht ist geraten, wenn der Berater bestimmte Produkte nennt! „Das ist bei einer Erstberatung unnötig“, warnt BSW-Solar-Experte Timo Leukefeld. „Da geht es um die grundsätzliche Frage, ob das Haus für eine Sonnenheizung überhaupt geeignet ist.“ Die Erfahrung zeigt, dass ein Viertel aller Eigenheime aus physikalischen Gründen für eine Solarwärme-Anlage nicht in Frage kommt.

7. Fragen Sie gezielt nach Referenzen – gute Berater sind umstandslos bereit, einen Besuch in einem fertigen Solarthermie-Haus zu arrangieren.

8. Holen Sie sich drei Angebote ein und vergleichen Sie! Das verhindert Fehlausgaben. Tipp von Professor Leukefeld: „Bei der Firma, die Sie schließlich für die Installation Ihrer Sonnenheizung wählen, können Sie sich die Ausgabe für die Anlagenplanung wieder gutschreiben lassen.“

9. Kostenpunkt: Eine qualifizierte Beratung dauert ein bis zwei Stunden und kostet zwischen 50 und 100 Euro. Deutlich mehr oder weniger sollte Sie stutzig machen.

10. Und so finden Sie einen Fachmann: Das Portal www.solartechnikberater.de vermittelt über ein Handwerkerverzeichnis Kontakte, bietet übrigens auch eine Entscheidungshilfe für Sonnenheizungen an – man kann dort Angebote online vergleichen. Auch Verbraucherzentralen vermitteln gerne kompetente Energieberater. Grundsätzlich kommen unter anderem geprüfte Solarfachberater, versierte Solarhandwerker oder Solararchitekten für eine Beratung in Frage.

Erstellt am: 05.10.2011 um 10:40 Uhr - Kategorie(n): Allgemein



Schöner parken

Mit einem neuen Solar-Carport wird der Pkw-Stellplatz zum Ökostromlieferanten, an dem Designer und (Elektro-)Autobesitzer gleichermaßen ihre Freude haben dürften. Ausgerüstet mit innovativen Leichtbausolarmodulen, bei denen PLEXIGLAS® von Evonik eine tragende Rolle spielt, soll er jetzt beim Hersteller MAGE SUNOVATION GmbH in die Serienfertigung gehen.
Carports sind nützlich, aber architektonisch meist wenig spektakulär: Ein Flachdach auf vier Säulen schützt den darunter abgestellten Wagen vor Sonne, Regen, Schnee und Hagel. Doch das Design muss nicht zu kurz kommen, wie der SUNOVATION ECO TECHNICS zeigt: Der neue Fotovoltaik-Design-Carport der MAGE SUNOVATION GmbH nutzt PLEXIGLAS® von Evonik als Träger für die Solarzellen – ein Material, mit dem die Solarmodule ganz nach Wunsch in Form gebracht werden können. Futuristisch im Design, hat er alles, was einen modernen Stellplatz ausmacht: Solarmodule für die Energieerzeugung, energiesparende Hochleistungs-LEDs, Bewegungsmelder, die die Beleuchtung einschalten, und eine Steckdose zum Aufladen eines Elektroautos.
Ein für Evonik konstruierter Carport steht seit kurzem in Darmstadt – direkt vor dem neuen Leichtbaustudio, in dem Evonik ausgeklügelte Kunststoffteile für den Leichtbau zeigt, die in der Automobil- und Luftfahrtindustrie, aber auch in der Solar- und Architekturbranche eingesetzt werden. Eine passende Umgebung für den Solar-Carport, der sich in elegantem Bogen empor schwingt. Mit seiner acht Quadratmeter großen Fotovoltaikfläche lässt sich damit genügend Strom produzieren, "um den Bedarf eines Elektroautos zu decken, das etwa 40 Kilometer pro Tag bewegt wird", erklärt Markus Krall, Gründer und Gesellschafter der MAGE SUNOVATION GmbH. Die elektrische Leistung der Solarzellen, die üblicherweise in Kilowatt Peak (kWp) angegeben wird, beträgt 1 kWp.

Leichtbausolarmodul ermöglicht filigrane Konstruktion
Möglich wird die filigrane Konstruktion des Carports durch ein Leichtbausolarmodul aus Kunststoff. Die Solarzellen sind zwischen zwei Platten aus PLEXIGLAS® eingebettet. Die Deckplatte ist aus Vollmaterial gefertigt, während für die untere Platte eine leichtere Stegplatte gewählt wurde, die zusätzlich Gewicht einspart. Ein spezielles Mehrkomponenten-Gel zwischen den beiden Platten sorgt für einen festen Modulverbund. Das geringe Gewicht des Leichtbausolarmoduls – es wiegt rund 60 Prozent weniger als ein vergleichbares Glas-Glas-Modul – macht eine aufwändige Unterkonstruktion überflüssig und eröffnet vielfältige Designmöglichkeiten: von verschiedenen Farben bis hin zu einer satinierten Unterseite.
Bei dem Modell in Darmstadt haben sich die Designer für eine Hinterleuchtung der Module mit Stäben aus PLEXIGLAS® LED entschieden. Werden die Stäbe über die beiden an den Enden sitzenden LEDs angeleuchtet, verteilen sie das Licht gleichmäßig über die gesamte Länge. Die LEDs können über Bewegungsmelder eingeschaltet werden.
Bei der oberen Platte stehen dagegen Wetterfestigkeit, mechanische Eigenschaften und die Lichtdurchlässigkeit (Transmission) im Vordergrund. "Ein klarer Fall für PLEXIGLAS®", sagt Uwe Löffler, im Geschäftsgebiet Acrylic Polymers von Evonik verantwortlich für den Aufbau neuer Geschäfte im Marktsegment Solar. "Es besitzt nicht nur die höchste Transmission unter den transparenten Kunststoffen, sondern ist auch hervorragend witterungs- und UV-beständig." Im Carport in Darmstadt besteht die Deckplatte aus dem neu entwickelten PLEXIGLAS® Solar, dessen transmissive Eigenschaften exakt auf den Wirkungsbereich von Solarzellen abgestimmt sind: Es lässt energiereiche Strahlung zwischen 350 und 380 Nanometer weitaus besser passieren als andere Kunststoffe. Daher erreicht mehr energiereiches Licht, das in Strom umgesetzt werden kann, die Solarzelle.

Ausgereifte Technik
Auch wenn der Carport SUNOVATION ECO TECHNICS noch ein sehr junges Produkt ist, enthält er ausgereifte Technik. "Wir entwickeln seit rund 13 Jahren erfolgreich Leichtbausolarmodule und haben mittlerweile genügend Erfahrung gesammelt", sagt Krall. Davon zeugen zahlreiche, mit Solartechnik ausgestattete Anwendungen: Bushaltestellen, Golfwagen und Luken für Boote, Katamarane, Funkmasten oder auch eins der weltweit größten Solar-Leichtbaumodule mit einer Fläche von rund 1,6 mal 4 Meter, das Evonik im vergangenen Jahr auf der Kunststoffmesse in Düsseldorf präsentiert hat.

Serienproduktion soll 2011 starten
Vieles spricht dafür, dass der Carport ein Erfolg werden kann: Er kann modular für großflächige Anwendungen erweitert werden, und die Montage ist denkbar einfach – er kann auf jedem ebenen, tragfähigen Untergrund ohne Fundament und meist ohne Baugenehmigung errichtet werden. Zudem nimmt der Hersteller gebrauchte Solarmodule zurück und recycelt sie.         
Quelle: Hersteller

Erstellt am: 27.09.2011 um 12:35 Uhr - Kategorie(n): Allgemein



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