TelDaFax: Kunden müssen Vorkasse-Zahlungen möglicherweise abschreiben

Der Billig-Stromanbieter TelDaFax ist pleite. Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Bonn einen Insolvenzantrag gestellt. Vor allem für zahlreiche Kunden, die sich zu Vorkasse-Zahlungen entschlossen hatten, um so in den Genuss besonders günstiger Stromtarife zu kommen, könnte das finanzielle Verluste bedeuten.
Erst im vergangenen Sommer hatte das Unternehmen neben den bestehenden Vorkasse-Kunden auch andere Bestands-Kunden angeschrieben, um ihnen als "Treue-Bonus" die Teil-Lieferung von Strom zu besonders günstigen 15 Cent pro Kilowattstunde anzubieten. Viele von ihnen waren auf das Angebot eingegangen und hatten mehrere hundert Euro vorab überwiesen. Der Haken dabei: Diese Lieferung wäre teilweise erst ab Sommer 2011 fällig geworden. Bei einer Insolvenz werden diese Leistungen aber wohl nicht mehr erbracht werden. Wie und ob das Geld zurückgezahlt wird, entscheidet jetzt der Insolvenzverwalter, zu dem das Amtsgericht vorläufig den Düsseldorfer Rechtsanwalt Biner Bähr bestellte.
TelDaFax war bereits in den vergangenen Monaten wegen finanzieller Probleme immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Erst vor gut vier Wochen verlor das Unternehmen rund 45.000 Kunden, nachdem Vattenfall ihm das Netz in Hamburg und Berlin gesperrt hatte.
Ohne Strom und Gas werden die Verbraucher auf keinen Fall dastehen. Wenn TelDaFax nicht mehr liefern kann, tritt automatisch der Grundversorger mit seinen Leistungen ein – allerdings in der Regel zu deutlich höheren Tarifen.
Für TelDaFax-Kunden hat das Amtsgericht Bonn eine Hotline eingerichtet unter 0228/702-2216 , – 2217, -1908 und -1909. Das Amtsgericht empfahl aber, sich direkt an TelDaFax zu richten, dessen Mitarbeiter von dem Insolvenzverwalter unterrichtet würden.     Quelle: energie-info.net

Erstellt am: 17.06.2011 um 11:59 Uhr - Kategorie(n): Strom sparen

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