Zeitvariable Stromtarife

Verivox, das Verbraucherportal für alle Themen rund um den Energieverbrauch hat die zeitvariablen Stromtarife von den 100 größten Energieversorgern getestet. Dass die zeitvariablen Angebote der Energieversorger bisher noch nicht wettbewerbsfähig sind liegt an der großen Aufmerksamkeit die der Verbraucher mit einbringen muß um von einem Einsparpotenzial überhaupt zu profitieren.Seit dem 1.1.2011 müssen alle Stromanbieter einen Tarif anbieten der die Zeit des Verbrauches mit berücksichtigt. Also je nach der Uhrzeit hat der Strom einen anderen Preis. Zuerst mal hat man getestet zu welchen Zeiten wie viel verbraucht wurde, das geschah mit der Hilfe „intelligenter Stromzähler“. Auf diese Weise sollen die Stromkonsumenten die Möglichkeit erhalten ihren Stromverbrauch effizienter zu steuern um von den günstigen Zeitzonen zu profitieren.. Zur Zeit werden die verschiedensten Modelle erprobt, z.B. ein Modell mit 6 verschiedenen Zeitzonen. Das ist bisher noch sehr komplex und viele Verbraucher scheuen diese Komplexität. Auch sind die Preisunterschiede der verschiedenen Zeitzonen noch nicht so entscheidend das eine zeitliche Veränderung des Stromkonsums tatsächlich lohnend wäre.Zwar bieten viele Grundversorger inzwischen mindestens einen Zeit variablen Tarif an, 96 der 100 größten Grundversorger haben ein entsprechendes Angebot im Programm. Dabei gehört jedoch bei nur rund einem Drittel der Versorger auch ein intelligenter Stromzähler dazu. Die anderen Angebote setzten einen herkömmlichen Zwei-Tarif-Zähler voraus. In beiden Fällen gilt, dass der Einbau eines neuen Zählers notwendig ist, was in der Regel vom Verbraucher bezahlt werden muss. Je nach Versorger und Angebot liegen diese einmaligen Kosten zwischen 80 und 150 Euro. Verivox hat die neuen Angebote mit den Grundversorgungstarifen verglichen. Geht man davon aus, dass der Verbrauch eines Musterhaushaltes dem „Standardlastprofil“ privater Haushalte entspricht, ergibt der Kostenvergleich für 4000 kWh nur eine geringe Einsparung von durchschnittlich 18 Euro pro Jahr. Um eine höhere Ersparnis zu erreichen, müssen die Kunden ihr Verbrauchsverhalten drastisch ändern. Wenn sie es schaffen, 10 Prozent (400 kWh) ihres Stromverbrauchs in die günstigeren Zeitzonen zu verlagern, werden die jährlichen Stromkosten um durchschnittlich 44 Euro reduziert. Um diese Einsparung gegenüber dem Grundversorgungstarif zu erzielen, muss das tägliche Leben jedoch dem Diktat des Stromzählers unterworfen werden.

Erstellt am: 14.04.2011 um 10:36 Uhr - Kategorie(n): Allgemein

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